Wander Apps

Wander Apps – Welche gibte es am Markt und was können Sie?

Wandern ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung für viele Menschen. Es macht Spaß durch die Natur zu wandern, viel zu entdecken und dabei auch seinem Körper und Herz-Kreislauf-System gleich etwas Gutes zu tun. Meist finden sich gut ausgeschilderte Wanderwege, aber eben nicht immer. Wer dann keine Karte dabei hat, kann schnell ein Problem bekommen. In der heutigen mehr und mehr technischen Zeit haben natürlich immer mehr Leute eine Wander-App auf ihrem Smartphone. Navi-Apps gibt es mittlerweile viele auf dem Markt. Doch welche taugen wirklich etwas und welchen führen einen eher in die Irre als auf den richtigen Weg?

Welche App ist die Richtige?

Fast jede App behauptet von sich selbst als perfekter Navigator auf dem Smartphone zu funktionieren. Es gibt allerdings ein paar Unterschiede, was die Apps können und auf was geachtet werden sollte. Sowohl beim Kauf als auch bei der Installation. Viele Apps haben einige Zusatzfunktionen, die bei anderen fehlen. Zudem unterscheiden sich die Apps teilweise deutlich im Preis.

Bietet die Handy-Navigation Vorteile?

Die Navigation auf dem Smartphone ist ein ganz deutlicher Vorteil.

  • Ein ganz großes Plus ist die Tatsache kein weiteres Gerät dabei haben zu müssen. Auf diese Weise lässt sich das Geld für die oft teure Anschaffung sparen und zudem ist es kein zusätzliches Gewicht.
  • Mit der richtigen Handy-App kann neben der Geschwindigkeit und Reisezeit die zurückgelegte Strecke angezeigt werden.
  • Zudem lassen sich über Extrafunktionen, wie beispielsweise durch Live-Tracking, Freunde virtuell mit auf die Wander- oder Bike-Reise nehmen. Sie können online auf einer Karte die Route verfolgen.
  • Kurznachrichten mit den eigenen Koordinaten lassen sich ganz einfach verschicken, in vielen Fällen mit einem Kartenausschnitt. Das ist natürlich bei einem Unfall besonders praktisch, eignet sich aber auch hervorragend, um einen Treffpunkt auszumachen. Die Tour lässt sich darüber hinaus als Track aufzeichnen.
Wanderer mit Karte

Die Karte ist zwar nicht mehr im Trend – hilft aber trotzdem noch oft weiter (c) Bigstockphoto.com/1412496267 www.BillionPhotos.com

Das Handy in ein Navi verwandeln

Um das Handy zu einem Navi zu machen ist es nötig, die entsprechenden Apps zu installieren. (Oder man nützt Google Maps) Viele gibt es umsonst, andere für relativ günstige Preise. Praktisch sind die Gratisversionen bei den kostenpflichtigen Apps. So kauft keiner die Katze im Sack und kann die wichtigsten Funktionen erst einmal ausprobieren. Auf diese Weise lassen sich die verschiedenen Apps auch vergleichen, da nicht jeder die Bedienung und die Funktionen gleich nutzen möchte oder gut findet. Jeder kann so die für sich beste App herausfinden, die besonders gut zu den eigenen Wünschen und Vorstellungen passt.

Die meisten Apps haben vorab installierte Tracks, manche der Apps verfügen über Routingfunktionen. Dabei wird die Route automatisch nach der Eingabe von einem Ziel berechnet. Dafür braucht es allerdings eine online Verbindung. Damit keine Empfangsprobleme die Tour gefährden können, sollten daher die Strecken bereits zu Hause geplant und gespeichert werden.

Die verschiedenen Apps

Apemap, Viewranger oder MagicMaps Scout sind Apps, die besonders bei Wanderern und Bikern hoch im Kurs stehen. Sie setzen auf genaue topografische Rasterkarten und kommen damit der Optik von Papierlandkarten doch sehr nahe. Dabei werden die Karten in den meisten Fällen kachel- oder gebietsweise aus dem Internet heruntergeladen, das geht mit dem Handy in Kombination mit einer WLAN-Verbindung am besten und schnellsten. Die Karten haben große Datenmengen, daher ist es nicht unbedingt ratsam die Karten über das Mobilfunknetz zu laden. Gut ist es auch für den Notfall einen zweiten Akku für das Handy einzupacken.

Je nach Karte und Region bewegen sich die Preise für die Karten zwischen wenigen Euro und Preisen bis zu über 40 Euro. Apemap, QV Mobile oder CompeGps TwoNav lassen sich praktischerweise auch mit dem Computer füttern. In den Apps gibt es auch Karten von Drittanbietern wie beispielsweise dem Alpenverein.

Kostenlose Karten für Smartphones?

Wer für die Karten nichts bezahlen möchte, der kann sich Karten kostenfrei herunterladen. Das geht beispielsweise mit OpenStreet- oder Google Maps. In den Rasterkarten sind oft nicht so viele Details vorhanden, sie sind weniger anschaulich und haben keine topografische Vollständigkeit. Sie stellen dennoch eine günstige Alternative für den Einstieg dar. Praktisch ist das Speichern von Ausschnitten der Karte offline auf dem Handy. Besonders für Touren, in denen es nur schlechten oder gar keinen Handyempfang gibt, ist das eine hilfreiche Funktion. Vektorkarten gibt es von beispielswiese OruxMaps, Locus Map oder OpenStreetMaps (OSM), bei OpenAndroMaps.org und Freizeitkarte-osm auch in Gratisversionen. In diesen Karten sind nützliche Sonderziele (POIs) enthalten. Das geht vom Parkplatz bis zum Gipfel. Mit den vektorisierten OSMKarten vom Falk-Outdoor-Navigator können Biker und Wanderer wie bei mit einem GPS-Gerät Trail Routen folgen, und das sogar offline.

Unterschiede

Maps 3D ist etwas gewöhnungsbedürftig in der Bedienung und erinnert ein bisschen an eine Fummelarbeit. Mit einer super Sortierfunktion kann hier Outdooractive punkten. Die App Komoot hat ebenfalls keine Probleme eine Route zu finden. Wenn sie keine bereits aus der Umgebung gespeichert hat, dann wird einfach eine neue berechnet. Mit der GPSies bekommt man eine nahezu unüberschaubare Menge an Touren angezeigt, was leider die Qualität sehr leiden lässt. Da kann es passieren, dass eine örtliche Hauptstraße im aktuellen Gebiet als Wanderstrecke auftaucht.

In der Navigation hebt sich Komoot durch Sprachansagen positiv ab. Besonders beim Biken ist das interessant, wenn der Blick nicht ständig auf das Display gerichtet werden kann. Outdooractive weist ebenso den Weg sicher, aber ohne Sprachfunktion. GPSies hat keine eingebaute Navi-Funktion und dokumentiert lediglich die zurückgelegte Strecke.

Wer sein Smartphone als Navi nutzt, sollte auf jeden Fall einen zweiten Akku einpacken. Das aktivierte GPS und Display hat einen sehr hohen Akkuverbrauch. Bei längeren Strecken kann es passieren, dass der Akku leer und die Orientierung verloren ist. In vielen Fällen bleibt damit nur noch der Abbruch der Tour. Mit externen Akku-Packs kann dem entgegengewirkt werden.

Fazit

Wander Apps sind eine prima Sache, da kein extra Wander-Navi angeschafft werden muss. Das spart Geld und Gewicht im Gepäck. Je nach App bieten sie zahlreiche Funktionen. Welche App für einen selbst die Richtige ist, sollte durch Ausprobieren der verschiedenen Gratisversionen herausgefunden werden. Um nicht plötzlich ohne Navigation dazustehen ist es wichtig, externe Akku-Packs mitzunehmen.

Weitere Infos:

http://www.miss.at/home/lifestyle/technik/3858290/Fuer-Bergfexe_Die-4-besten-Apps-fuers-Wandern

https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article131448784/Mit-diesen-Outdoor-Apps-finden-Sie-die-beste-Route.html

(c) Beitragsbild: Bigstockphoto.com/140919530/Maridav

 

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